Prälat Otmar Vieth feiert Goldenes Priesterjubiläum

Feierlicher Gottesdienst am Samstagabend mit Bischof Franz-Josef Overbeck und Dompropst Thomas Zander.

Mit einem feierlichen Gottesdienst im Dom und einem anschließendem Empfang hat der frühere Essener Dompropst und Stadtdechant, Prälat Otmar Vieth, am Samstag sein Goldenes Priesterjubiläum gefeiert.

Bischof Franz-Josef Overbeck erinnerte in einer Ansprache daran, dass „die Zeit der Priesterausbildung unseres Jubilars in den 1960-iger Jahren nicht spannender und verheißungsvoller“ hätte sein können. Zum einen habe das gerade gegründete Ruhrbistum „eine Dynamik entfalten, von der bis heute viele der damaligen Zeitgenossinnen und Zeitgenossen leben“. Zum anderen hätten jene Jahre ganz im Licht des II. Vatikanischen Konzils und der davon ausgehenden Veränderungen in der katholischen Kirche gestanden, von denen schließlich 1968 auch der Essener Katholikentag geprägt war – wenige Monate vor der Priesterweihe Vieths.

Während nach dem II. Vatikanischen Konzil die „Neuentdeckung der Pfarrei als Gemeinde“ die Seelsorge bestimmt hätte, „die sich als Sammelpunkt aller durch den Gottesdienst und vielfältiges Ehrenamt, durch Verbände, Gruppen, Gruppierungen und vieles mehr verstand“, erlebe die Kirche heute „das andere Ende dieser Entwicklung“ beschrieb Overbeck. Vieth habe viele Jahre dieser Zeit mitgestaltet, sei es als Essener Stadtvikar, und später als Stadtdechant und Pfarrer von St. Dionysius oder Ehrenoberst der Eucharistischen Ehrengarden im Bistum Essen. Overbeck betonte aber auch Vieths Engagement für die gemeinsame Sozialarbeit der Konfessionen, seine „Unterstützung jener, die sich im Licht der Soziallehre der Kirche für die Arbeitnehmer einsetzen“ – und seine Arbeit als Dompropst: „Nicht nur sein hohes geschichtliches Interesse zeugt bis heute davon, sondern auch sein Sinn für eine würdige Liturgie und seine Freude an diesem wunderbaren Kirchenraum.“

Dompropst Thomas Zander würdigte Vieth beim anschließenden Empfang im Altfridsaal unter anderem als „sehr disziplinierten Menschen“, der fremde Länder liebe, Freundschaften pflege und „aus der Geschichte heraus auf die Gegenwart schaut“. Intensiv habe sich Vieth unter anderem mit der Geschichte des Essener Doms beschäftigt, so Zander. Als Freund „einer gepflegten und geordneten Liturgie“ dürfte für Vieth indes wohl der Gottesdienst mit Papst Johannes Paul II 1987 im Gelsenkirchener Parkstadion eine der größten und wichtigsten Messen gewesen sein, vermutete Zander. Vieth hatte diese Feier als Zeremoniar maßgeblich mit vorbereitet und gestaltet. 

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